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Veranstaltung im BIZ beleuchtet Demokratie und faires Miteinander

Unter dem Thema „Zukunft gestalten – Freudenberg-Impulse für ein faires und demokratisches Miteinander / Demokratie: Vertrauen / Skepsis / Resilienz“ fand am 22. Juni die erste von zwei Pilot-Veranstaltungen im Bildungszentrum in Weinheim statt.

Den Einstieg in das Thema gestaltete Prof. Dr. Havva Engin vom Heidelberger Zentrum für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit vier bewusst zugespitzten Schlagzeilen aus verschiedenen Medien. Diese beleuchteten unterschiedliche Aspekte des Demokratieverständnisses und des politischen Interesses junger Menschen – von der Frage nach Demokratiekompetenz über das Vertrauen in demokratische Institutionen bis hin zur Sorge um die Zukunft der Demokratie. 

Die technischen Auszubildenden des ersten Lehrjahrs im Bildungszentrum Weinheim wurden so direkt mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten konfrontiert und auf die anschließende Gruppenarbeit und Diskussionen eingestimmt.

Prof. Dr. Havva Engin stellte zentrale Ergebnisse der 7. Jugendstudie Baden-Württemberg 2024 vor, bei der mehr als 2.000 Schülerinnen und Schülern der 9. Klassenstufe an 86 Schulen in Baden-Württemberg online teilgenommen hatten. Sie erläuterte dabei deren Sichtweisen, Sorgen und Erwartungen. Die Studie macht deutlich, dass viele Jugendliche Demokratie und gesellschaftliche Institutionen differenziert bewerten und ihre Sorgen wichtige Hinweise auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen liefern.
 

Wie steht es um die Meinung der technischen Auszubildenden bei Freudenberg in Weinheim?

Im Anschluss an den Impulsvortrag diskutierten 42 Auszubildende des ersten Lehrjahrs in Arbeitsgruppen über ein faires und demokratisches Miteinander im Betrieb. Dabei wurden Respekt, Offenheit, Wertschätzung und der konstruktive Umgang mit unterschiedlichen Meinungen als wichtigste Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit hervorgehoben. 

Die Jugendlichen wünschen sich mehr Austausch, klare und faire Rahmenbedingungen – etwa bei Lernzeiten für die Berufsschule – sowie Möglichkeiten, eigene Ideen aktiv einzubringen. 

Dabei ist den Jugendlichen durchaus bewusst, dass faires und demokratisches Miteinander bei einem selbst beginnt. Das Verantwortung einzufordern auch bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und sich z.B. für andere einzusetzen, beispielsweise über die Jugend- und Auszubildendenvertretung. Dort können Themen und Ideen wie Seminare gegen Rassismus, Teambuilding-Events oder ein Azubi-Budget für gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge eingebracht und vorangetrieben werden. 

Die Pilotveranstaltung zeigte, dass sich die Jugendlichen intensiv mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen und klare Vorstellungen von einem respektvollen und fairen Miteinander haben. Das Format wird weitergeführt und soll auch künftig Raum für Austausch, Diskussion und Mitgestaltung bieten. 

 

Freudenberg Service KG
Bildungszentrum
ausbildung.freudenberg.com