Aktuell findet die Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ 2025 vom 29. September bis 6. Oktober statt und wird zum sechsten Mal vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gemeinsam mit den Bundesländern organisiert.
Ziel ist es, bundesweit auf die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen – mit kreativen Mitmachaktionen, praktischen Tipps und konkreten Maßnahmen für Verbraucher:innen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
In Deutschland landen jedes Jahr fast elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.
Dabei ist es gar nicht so schwer, Lebensmittelabfälle zu vermeiden – das gilt für Privathaushalte genauso wie für Großküchen:
- Den Lebensmitteleinkauf nach Bedarf planen,
- die Lebensmittel richtig lagern und
- Speisereste für Neues verwerten.
In Zusammenarbeit mit Green Guides, ein Unternehmen, das gastronomische Betriebe mit nachhaltigen Lösungen unterstützt, haben die Verpflegungsdienste analysiert, wie und wo Lebensmittelabfälle vermieden werden können. So gibt es freitags, wenn viele Mitarbeitende im Homeoffice arbeiten drei statt der vier Menüs im Betriebsrestaurant. Eines dieser Menüs heißt „Gutes von gestern“. Hier zaubern die Köchinnen und Köche zum Beispiel feine Bratkartoffeln, schmackhafte Gemüseaufläufe oder Eintöpfe aus den nicht gebrauchten Lebensmitteln der Woche.
Mit diesen ersten Maßnahmen konnten 30% Lebensmittelabfälle vermieden werden, was etwa 120 Mahlzeiten pro Woche entspricht.
FOODWASTE4U unterstützt dabei mit einer systematischen, digitalen Messmethode, die Kennzahlen zum Speiseabfall aufzeigt. Daraus lassen sich weitere Optimierungen herausarbeiten.
Überhaupt gibt es viele weitere Ansätze und Möglichkeiten. „Wir versuchen stets, das ganze Tier zu verarbeiten“, sagt Alexander Thiel, Director Canteens & Catering, und nennt beispielhaft das Auskochen von Fleischknochen für Brühen und Soßen oder die Verarbeitung der Geflügelleber zu Leberknödeln.
Darüber hinaus verfeinern Bratenreste oder eingelegtes Gemüse aus der Küche belegte Brötchen und Wraps im Bistro und erweitern das abwechslungsreiche Angebot.
Ab 13:30 Uhr heißt es im Bistro übrigens: Zugreifen & Genießen – mit gutem Gewissen!
Dann gibt es alle belegten Backwaren zum halben Preis, solange der Vorrat reicht.
Zurück zum Betriebsrestaurant: „Ein kleiner Nachschlag ist bei der Essenausgabe jederzeit möglich. Teilen Sie uns auch gerne mit, wenn Sie von etwas weniger möchten“, ermutigt Thiel seine Gäste und freut sich, wenn auf den zurückgegebenen Tabletts keine Speisereste zu finden sind.
Kontakt
Freudenberg Verpflegungsdienste KG
kueche@freudenberg.com








