Mara führt vorsichtig eine Drahtschlaufe entlang eines gebogenen Drahts. Berührt sie diesen, leuchtet ein Lämpchen auf. Nach ein paar Durchläufen schafft es die 14-jährige Schülerin, den Draht nicht mehr zu berühren. Das Geschicklichkeitsspiel „Heißer Draht“ bauten die 20 Mädchen selbst, die beim diesjährigen bundesweit stattfindenden Girls’ Day am 23. April im Bildungszentrum der Freudenberg‑Gruppe in Weinheim teilnahmen.
Elektroausbildung praktisch erleben
Die Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren befestigten zunächst Halterungen für Platine und Batterie auf einer Basisplatte. Danach löteten sie den Schaltkreis für die Stromversorgung des LED‑Lämpchens und verbanden die Drahtschlaufe mit der Batterie. Nachdem Silberdraht und Drahtschlaufe gebogen waren, setzten die Mädchen alle Komponenten zusammen. Unterstützt wurden sie dabei von Auszubildenden im Bereich Elektro, die mit Tipps und Hilfestellung zur Seite standen.
Spielerisch Programmieren lernen
Einen elektrischen Würfel bauen oder Töne und Melodien abspielen, das sind zwei Beispiele, die mit dem Calliope mini, einem Microcontroller, programmiert werden können. Milan Wetzel, Elektroniker für Automatisierungstechnik, machte die Mädchen mit dem Einplatinencomputer vertraut. Es dauerte nicht lange, bis die Teams die verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten selbst ausprobierten.
Das Organisationsteam des Bildungszentrums legte den Schwerpunkt des Girls’ Day in diesem Jahr auf die Elektroberufe. Mitorganisiert wurde der Tag von Stefanie Körbel. Die Ausbilder Lothar Schütz, Sven Hufnagel, Matthias Baumeister und Martin Bechtold betreuten die Schülerinnen im Bildungszentrum und wurden dabei von den Elektro-Auszubildenden unterstützt.
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Dein Tag als Tech-Studentin bei Freudenberg
Unter diesem Motto hatte das Team des Bildungszentrums Schülerinnen ab 14 Jahren eingeladen, die mindestens die Fachhochschulreife anstreben, um ihnen die vielfältigen Möglichkeiten eines technischen Studiums aufzuzeigen.
Zunächst lernten die Mädchen bei einer Führung mit Julia Schneider, Mitarbeiterin des Unternehmensarchiv, die Geschichte, Entwicklungen und Produkte von Freudenberg kennen. Anschließend erläuterten Julia Scholl, HR Marketing Managerin, und Anette Mauriello‑Böhm, Referentin Kaufmännische Ausbildung im Bildungszentrum der Freudenberg Service, die Vorteile des dualen Studiums: die Kombination aus Studium und Tätigkeit in einem Unternehmen.
Informationen aus erster Hand
Lara Hantke, Marie Fickartz und Tamina Schleich – drei ehemalige duale Studentinnen, die erfolgreich ihren Bachelorabschluss gemacht haben – berichteten über ihren beruflichen Werdegang bei Freudenberg. Heute sind sie bei Freudenberg Sealing Technologies, Freudenberg Filtration Technologies und Freudenberg Home and Cleaning Solutions in der Produkt- und Verfahrensentwicklung, in der Anwendungstechnik sowie im Projektmanagement tätig und verantworten Kunden‑ und Entwicklungsprojekte.
Sie ermutigten die Schülerinnen, sich frühzeitig über Studiengänge und berufliche Möglichkeiten zu informieren und Angebote wie Praktika oder Informationsveranstaltungen zu nutzen.
Einblicke und Mitmachstationen
Wie sieht der Berufsalltag bei Freudenberg aus? Um diese Frage zu beantworten, öffneten der Bereich Forschung und Entwicklung der Freudenberg Home and Cleaning Solutions, der Bereich Prüffeld der Freudenberg Sealing Technologies und das Filterlabor der Freudenberg Filtration Technologies ihre Türen.
Beispiel: Forschung und Entwicklung bei Vileda
Bei Freudenberg Home and Cleaning Solutions erhielten die Schülerinnen Einblicke in die Forschung und Entwicklung hochwertiger Vileda-Reinigungsprodukte im Bereich Customers, Professional und E-Cleaning. Dabei erfuhren sie, welche Rolle klare Werte, Qualitätsstandards und kundenorientierte Lösungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche weltweit spielen. An Mitmachstationen vermaßen und wogen die Mädchen verschiedene Vileda Tücher und Wischmops und lernten die Abläufe der Qualitätssicherung kennen. Praxistests zur Bodenreinigung sowie Wasch-, Bio- und chemische Prüfverfahren zeigten eindrucksvoll, wie aufwendig und detailliert die Prüfprozesse sind – ein Aspekt, von dem sich die Schülerinnen besonders beeindruckt zeigten.
Das positive Feedback einer Teilnehmerin spiegelte die Eindrücke vieler Mädchen wider: Der Tag als Tech-Studentin bei Freudenberg habe nicht nur sehr viel Spaß gemacht, sondern sei auch eine tolle Erfahrung gewesen. Besonders hob sie die gute Organisation und die zahlreichen spannenden Einblicke hervor.
Vorurteile abbauen
Der Girls’ Day zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, technische Berufsbilder sichtbar und erlebbar zu machen. Der direkte Austausch mit Ausbildern und Auszubildenden gibt Schülerinnen die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Vorurteile abzubauen und realistische Einblicke in berufliche Perspektiven zu gewinnen. Gerade Mädchen, die in der Schule Freude an Mathematik, Chemie, Biologie, Informatik oder Technik haben, erhalten durch diesen Kennenlerntag frühzeitig Orientierung für ihre weitere berufliche Zukunft.
Fachkräfte für morgen zu gewinnen, ist für Unternehmen und ihre Personalabteilungen wichtiger denn je. Gerne kamen Kim Neumann und Evrim Mapplassary, beide HR, Freudenberg Home and Cleaning Solutions, Jessica Schmid, HR, Freudenberg Sealing Technologies sowie Nina Gerhardt, HR, Freudenberg Filtration Technologies der Anfrage nach und organisierten für die Teilnehmerinnen der Aktion „Dein Tag als Tech‑Studentin bei Freudenberg“ Einblicke in ihre Fachbereiche.








