Am 11. Juni fand bereits zum 15-mal eine Blutspendeaktion im Industriepark Weinheim statt. Das Organisationsteam der Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz der Freudenberg Service mit Jürgen Hofmann, Dr. Corinna Rochlitz und Jannik Porath freute sich gemeinsam mit dem Team der DRK-Blutspendedienstes über die hohe Beteiligung: 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen teil, davon konnten 98 Blutspenden gewonnen werden.
Vor der eigentlichen Blutspende müssen die Spenderinnen und Spender zunächst Fragen zu ihrer Gesundheit beantworten. Ein Hb-Wert-Schnelltest gibt anschließend Aufschluss über die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin). Ist dieser Wert zu niedrig, kann dies beispielsweise auf eine Blutarmut oder einen Eisenmangel hindeuten. Weitere Gründe, die gegen eine Blutspende sprechen können, sind unter anderem Erkrankungen, kürzlich erfolgte Impfungen oder Reisen in Regionen mit erhöhtem Infektionsrisiko.
Unter den 98 Spenderinnen und Spendern befanden sich 28 Erstspendende. Besonders schätzten die teilnehmenden Mitarbeitenden im Industriepark Weinheim an der Blutspendeaktion den unkomplizierten Ablauf sowie die Nähe zum Arbeitsplatz. Die empfohlene Stunde für die Blutspende lässt sich leichter in den Arbeitsalltag integrieren. In der Freizeit ist es für viele deutlich schwieriger, Blutspende, Kinderbetreuung und andere Verpflichtungen miteinander zu vereinbaren.
Blut spenden im Sommer
Blutspenden helfen Kranken und Verletzten. Täglich werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden benötigt. Gerade in den Sommermonaten gerät das Blutspenden jedoch häufig in den Hintergrund: Die Menschen verbringen ihre Freizeit im Schwimmbad, treffen sich mit Freuden, feiern, sind auf Konzerten oder fahren in den Urlaub. Dadurch sinken die Blutvorräte.
Besonders kritisch ist dies bei den Blutplättchen (Thrombozyten), die nur eine kurze Haltbarkeit haben und täglich, vor allem für die Behandlung von Krebserkrankten, benötigt werden.
Der DRK-Blutspendedienst freute sich daher besonders über die hohe Beteiligung am 11. Juni. Denn nur ausreichend vorhandene Blutkonserven können Kranken und Verletzten zuverlässig helfen.
Typisierung für die Stammzellspende
Neben der Blutspende bestand auch diesmal die Möglichkeit, sich für die Stammzellspende typisieren zu lassen. Eine Stammzell- oder Knochenmarkspende ist bei Blutkrebs häufig die einzige Chance auf Heilung, wenn andere Therapien, wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Medikamente nicht anschlagen. Rund ein Drittel der Betroffenen findet eine passende Spende innerhalb der Familie. Zwei Drittel jedoch sind auf eine fremde Spende angewiesen, einen sogenannten „genetischen Zwilling“, dessen Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) nahezu vollständig übereinstimmen muss.
So geht es Nico, dem 26-jährigen Sohn von Steffen Barth. Steffen Barth berichtete bei der Blutspendeaktion von der Diagnose seines Sohnes, die im April nach einer Notfallaufnahme gestellt wurde. Seit fast acht Wochen befindet sich Nico im Krankenhaus und hat bereits mehrere Chemotherapien sowie eine Operation aufgrund einer schweren Pilzinfektion hinter sich.
Zusammen mit dem DKMS, eine internationale gemeinnützige Organisation, organisierte Steffen Barth, der bei der Syntax Systems in Weinheim arbeitet, eine personalisierte Typisierungsaktion für Nico.
Die Typisierungsaktion findet am Sonntag, den 28. Juni 2026, von 12:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen des Sportfests des TSV Meckesheim statt.
Alternativ kann ein Registrierungsset online bestellt und die Typisierung bequem von zu Hause aus durchgeführt werden. Nach dem Wangenabstrich und der Rücksendung der Probe erfolgt die Aufnahme in eine zentrale Spenderdatenbank. Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potenzielle Stammzellspenderin oder potenzieller Stammzellspender registrieren.
Weitere Informationen zur Stammzellspende finden Sie hier.








